Die Eisenhower-Matrix ist ein weiteres nützliches Planungsinstrument. Sie ist ganz einfach und leicht anzuwenden. Man sagt, diese Matrix wurde vom US-Armeegeneral und 34. US-Präsidenten Dwight Eisenhower erfunden. Ob das stimmt oder nicht — eigentlich ist es egal, aber wer auch immer dieses Prinzip erfunden hat, es verdient auf jeden Fall, in Produktivitätslehrbüchern behandelt zu werden.
Man trifft selten einen Menschen, der nur ein Ziel im Leben hat. In der Regel sind alle ambitioniert, alle wollen alles und sofort. Aber man kann nicht alles auf einmal bekommen. Wir sind alle limitiert in der Zeit, und die meisten von uns auch im Geld. Ziele, Aufgaben und einfach Dinge zu tun haben wir alle immer sehr viele. Obwohl ich natürlich Menschen getroffen habe, die aus Langeweile und ohne zu wissen, was sie tun sollen, sich vorschlugen, diese oder jene Serie zu schauen. Solch Menschen tut es mir aufrichtig leid, aber ich spreche jetzt nicht von ihnen. Bei den meisten kocht das Leben in der Regel: alle eilen irgendwohin, alle haben eine Million Dinge zu tun. Im Prinzip ist daran nichts falsch: Das Leben ist kurz, also muss man sowohl ausruhen als auch gut arbeiten können. Wie wählen wir dann aus unserer Million Dinge das Nötigste aus? Dafür kommt die Eisenhower-Matrix zur Hilfe.
Die Eisenhower-Matrix ist eine Tabelle 2 mal 2. Ein Beispiel einer solchen Matrix kann man in der Abbildung unten sehen.
Im Allgemeinen muss die Form nicht tabellarisch sein. Das Wichtigste ist, 4 Gruppen zu unterscheiden:
- Dringende und wichtige Aufgaben
- Dringende und unwichtige Aufgaben
- Nicht dringende und wichtige Aufgaben
- Nicht dringende und unwichtige Aufgaben
Bei der Arbeit mit dieser Matrix gibt es zwei Nachrichten. Eine gute, eine schlechte. Die gute: Sie können (und sollten eigentlich) alle Ihre Aufgaben und Ziele nach dieser Matrix klassifizieren. Das hilft Ihnen, „Rauschen“ zu entfernen, z.B. unwichtige und nicht dringende Aufgaben, und sich zuerst auf wichtige und dringende zu konzentrieren. Die schlechte: Niemand wird diese Klassifikation für Sie machen, und Sie müssen es selbst nach Ihrem Ermessen tun. Wenn Sie Erfahrung in der Bewertung von Wichtigkeit und Dringlichkeit von Aufgaben haben (obwohl ich nicht denke, dass es sehr schwer ist), sollte es damit keine Probleme geben. Wenn Sie aber keine Erfahrung haben und Sie Ihre Angelegenheiten schwer klassifizieren können, werden Sie sie höchstwahrscheinlich in die falschen Gruppen einordnen und, als Ergebnis, die falschen Aufgaben machen, Zeit dort verschwenden, wo sie nicht hingehört.
Bei der Klassifikation von Aufgaben stellen Sie sich immer die verschiedensten Fragen: „Muss ich diese Aufgabe überhaupt machen?“, „Was passiert, wenn ich sie nicht mache?“, „Kann ich sie auf später verschieben?“ Wenn es nicht um Ihr persönliches Leben geht, sondern um Arbeit, können Sie auch andere Fragen hinzufügen, z.B.: „Lohnt es sich, jemand anderen für die Priorisierung einzubeziehen und eine alternative Meinung zu erfragen?“, „Kann ich die Aufgabe an jemanden delegieren?“
Die meisten Menschen wählen dringende, nicht wichtige Aufgaben, deshalb ist es extrem wichtig für Sie, sich nicht zu täuschen und wirklich wichtige Aufgaben zu machen. Und natürlich zuerst — wichtige und dringende. Ich hoffe, dass Sie beim Nachdenken über diese oder jene Aufgabe nun die Eisenhower-Matrix im Kopf behalten, sie einer der vier Gruppen zuordnen und darauf basierend Entscheidungen bezüglich dieser Aufgabe treffen.