„Dalíland" ist ein Film über einen der herausragendsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Der Film versetzt uns in die 70er Jahre und zeigt einen bereits reifen, etablierten Salvador Dalí, wobei die Erzählung gelegentlich durch Rückblenden auf den jungen Künstler aufgelockert wird. Die Geschichte wird durch den Blick eines jungen Assistenten erzählt, der in das Umfeld von Dalí und seiner Frau Gala gerät. Nach und nach wird er Zeuge der seltsamen und chaotischen Welt des Künstlers, der komplexen Beziehung innerhalb des Paares und davon, wie Genie und Privatleben miteinander verflochten sind.
Dies ist kein klassischer Biografiefilm. Es ist eher eine Geschichte über das Altern eines Genies, die Abhängigkeit vom Umfeld und eine Beziehung, bei der es schwer zu verstehen ist, wo die Liebe aufhört und die Berechnung beginnt.
Als Pluspunkte lässt sich die gute schauspielerische Leistung von Ben Kingsley hervorheben. Die Szenen sind sehr atmosphärisch und jede Party wirkt lebhaft und farbenfroh. Das größte Plus des Films ist der interessante Blick auf Dalís Persönlichkeit und die Möglichkeit, das Werk dieses Künstlers kennenzulernen.
Zu den Minuspunkten zählt, dass der Film keine Spannung aufbaut und sich stellenweise in einem langsamen Tempo entwickelt. Auch entsteht gelegentlich das Gefühl einer gewissen Fragmentiertheit.