Der Film, der auf wahren Begebenheiten beruht, erzählt die Geschichte von Jeanne – einer Frau aus den unteren Gesellschaftsschichten, die es schaffte, in die höchsten Kreise aufzusteigen und zur Favoritin des französischen Königs Ludwig XV. zu werden. In Versailles angekommen, sieht sie sich den strengen Regeln des Hofes, der Ablehnung durch die Aristokratie und dem ständigen Druck des Systems gegenüber. Dies ist nicht nur eine Geschichte über den Aufstieg, sondern auch über den Preis, den er kostet.
Regisseurin und Hauptdarstellerin des Films ist Maïwenn (die Ex-Frau von Luc Besson). Wobei ich denke, der Großteil der Zuschauer ging wegen Johnny Depp ins Kino, der den König spielt. Ebenfalls erscheint im Film episodisch ein bereits merklich gealterter Pierre Richard.
Da der Film vom mondänen Leben jener Zeit handelt, darf man luxuriöse und leuchtende Kostüme sowie schöne Interieurs und Landschaften von Versailles und Frankreich erwarten. «Jeanne du Barry - Die Favoritin des Königs» ist ein ruhiger, gemächlicher Film, der nicht zu schockieren versucht, nicht in dramatische Extreme verfällt und einzig auf die Atmosphäre setzt. Es ist ein Film mehr zum Beobachten als zum Miterleben – das Beobachten der Beziehung zwischen Jeanne und dem König sowie des Alltags jener Zeit.
Von den Minuspunkten würde ich allenfalls das langsame Tempo des Films nennen. Der Film eignet sich für jene, die Dramen, historisches Kino und Filme nach wahren Begebenheiten lieben. Natürlich sollte man ihn nicht wörtlich nehmen und nicht an allen historischen Ungenauigkeiten herummäkeln, falls es welche gibt. Wichtig ist, dass dieser Film nach dem Anschauen zumindest jemanden dazu anregt, sich mit der Biografie von Ludwig XV. oder Jeanne du Barry vertraut zu machen.