Wenn guten Menschen Böses widerfährt

Aleksandr Shitik
Aleksandr Shitik

Ich schreibe meine eigenen Beiträge und Bücher und rezensiere Filme und Bücher. Experte für Kosmologie und Astronomie, IT, Produktivität und Planung.

Wenn guten Menschen Böses widerfährt
Harold S. Kushner
Genres: Religion, Wissenschaftliche Populärliteratur
Jahr der Veröffentlichung: 1981
Jahr der Lektüre: 2022
Meine Bewertung: Normal
Anzahl der Lesevorgänge: 1
Gesamtseitenzahl: 304
Zusammenfassung (Seiten): 10
Originalsprache der Veröffentlichung: Englisch
Übersetzungen in andere Sprachen: Russisch, Spanisch, Portugiesisch, Chinesisch, Deutsch

Allgemeine Beschreibung

Das Buch umfasst 300 Seiten. Es besteht ausschließlich aus Text und enthält keinen anderen Medientyp. Es lässt sich leicht und schnell lesen. Eine Hörbuchausgabe ist ebenfalls verfügbar.

Kurze Zusammenfassung

Einführung

Warum ich dieses Buch geschrieben habe. Kushner berichtet von der Krankheit und dem frühen Tod seines Sohnes, der ihn zwang, seinen Glauben und das menschliche Leid neu zu überdenken. Diese persönliche Tragödie hat ihn dazu veranlasst, Antworten auf die Frage zu suchen, wie man weiterleben und wo Hoffnung zu finden ist.

Kapitel Eins

Warum leiden die Gerechten? Der Autor behandelt die traditionelle religiöse Frage: Wie kann ein guter Mensch leiden? Er zeigt, dass klassische Erklärungen wie „Gott bestraft“ oder „Gott prüft“ oft grausam sind und nicht der Realität entsprechen.

Kapitel Zwei

Die Geschichte eines Mannes namens Job. Kushner zerlegt das biblische Buch Job und legt dar, dass dessen Ziel nicht darin besteht, Leid zu erklären, sondern die Beschränktheit menschlichen Verständnisses hervorzuheben. Er weist zudem darauf hin, dass Job’s Freunde, die ihn wegen Sünden beschuldigen, ein Beispiel dafür liefern, wie man einen Leidenden nicht trösten sollte.

Kapitel Drei

Manchmal gibt es keine Ursache. Hier behauptet der Autor, dass viele Unglücke nicht aus Gottes Willen resultieren, sondern zufällig oder wegen der Unvollkommenheit der Welt geschehen. Das Bewusstsein über das Fehlen eines „versteckten Plans“ hilft dem Menschen, aufzuhören, Schuldige zu suchen, und beginnt zu heilen.

Kapitel Vier

Keine Ausnahmen für Gutes. Kushner sagt, dass Tugend nicht vor Leid schützt und dass die Welt nicht nach einem Mechanismus von Belohnungen und Bestrafungen arbeitet. Er schlägt vor, dies als Tatsache zu akzeptieren, ohne den Glauben an das Gute zu zerstören.

Kapitel Fünf

Gott lässt uns die Möglichkeit, menschlich zu sein. Der Autor erklärt, dass Gott die Welt so geschaffen hat, dass Menschen Freiheit besitzen und das Gute wählen können. Zufall und Leid sind Teil einer Welt, in der Verantwortung, Wachstum und moralische Reife möglich sind.

Kapitel Sechs

Gott hilft denen, sich selbst nicht zu schaden. Kushner zeigt, dass ein Teil des Leidens aus unseren eigenen Reaktionen – Selbstvorwürfen, Scham, Zorn – entsteht. Gott hilft dem Menschen, wenn er aufhört, Schmerz zu verankern und beginnen, durch Akzeptanz und Unterstützung zu leben und zu heilen.

Kapitel Sieben

Gott kann nicht alles, aber er kann wichtige Dinge tun. Der Autor präsentiert die zentrale Idee: Gott sendet kein Leid und kontrolliert keinen Zufall, aber er kann den Menschen Kraft, Liebe und Mut geben, schwere Zeiten zu überstehen. Gott ist nicht im Unglück präsent, sondern in Hilfe und Mitgefühl.

Kapitel Acht

Was ist also gut in der Religion? Kushner erklärt, dass die Religion wertvoll ist nicht wegen Wunderversprechen oder Schutz vor Übel, sondern weil sie Gemeinschaft, Sinn und moralische Stütze bietet. Die Religion hilft, Schmerz zu überstehen, sich zu erholen und die Kraft zu finden, weiterzumachen.

Meinung

Mein Interesse an dem Buch entstand ausschließlich aus dem Titel, weil ich zuvor einen Verweis darauf in einem anderen Buch gelesen hatte. Da ich stets aus der Perspektive von Physik, Astronomie und anderen naturwissenschaftlichen Disziplinen schaue, die Religion kollektiv verneinen, fiel mir das Lesen schwer. Der Autor versucht zu erklären, warum auf unserem Planeten solcher Chaos herrscht und ob Gott darauf Einfluss haben sollte (und insbesondere, ob er das tun sollte). Laut seiner Theorie ist Gott barmherzig, aber nicht allmächtig, sodass er das Böse nicht verhindern kann.

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