Clean Coder: Verhaltensregeln für professionelle Programmierer

Aleksandr Shitik
Aleksandr Shitik

Ich schreibe meine eigenen Beiträge und Bücher und rezensiere Filme und Bücher. Experte für Kosmologie und Astronomie, IT, Produktivität und Planung.

Clean Coder: Verhaltensregeln für professionelle Programmierer
Robert C. Martin
Genres: Programmierung
Jahr der Veröffentlichung: 2012
Jahr der Lektüre: 2020
Meine Bewertung: Normal
Anzahl der Lesevorgänge: 1
Gesamtseitenzahl: 224
Zusammenfassung (Seiten): 10
Originalsprache der Veröffentlichung: Englisch
Übersetzungen in andere Sprachen: Russisch, Spanisch, Portugiesisch, Chinesisch, Französisch, Deutsch

Allgemeine Beschreibung

Ein kurzes Buch mit etwas über 200 Seiten, bestehend aus 14 Kapiteln. Es enthält keine Codebeispiele und nahezu keine Abbildungen, Tabellen oder andere grafische Elemente. Der Lesestil ist einfach und leicht verständlich.

Kurzübersicht

Das erste Kapitel behandelt, was einen gewöhnlichen Entwickler von einem echten Profi unterscheidet.

Eines der folgenden Kapitel unterstreicht die Bedeutung, „nein“ sagen zu können, und erklärt, dass „nein“ kein Zeichen von Schwäche ist, sondern eine Möglichkeit, Qualität zu bewahren und das Vertrauen des Kunden zu schützen. Das nächste Kapitel beschäftigt sich hingegen damit, wie man richtig „ja“ sagt und unüberlegte Versprechungen vermeidet.

Anschließend folgen mehrere Kapitel zum Thema Coden und Testen, aber keine tiefgehenden technischen Details. Bei der Code-Erstellung geht es beispielsweise eher um Überlegungen, wie Musik oder nächtliches Programmieren die Qualität und Effizienz beeinflussen — gemessen an Onkel Bobs Ansichten. Beim Testen gibt es zwar theoretische Ansätze, doch man sollte sie nicht als absolute Wahrheit betrachten.

Später kommen mehrere Kapitel, die ich unter dem Schwerpunkt „Planung, Schätzungen und Risikomanagement“ zusammenfassen würde. Dort werden auch Meetings, Zeitabschätzungen (wie Planning Poker oder schnelles Abstimmen), Umgang mit Druck und die Aufrechterhaltung der Codequalität unter Belastung thematisiert.

Die letzten drei Kapitel könnte man unter „Führung und Kommunikation“ zusammenfassen. Sie behandeln den Austausch zwischen Entwicklern sowie mit Kunden und beleuchten auch Aspekte wie Mentoring und technische Führung.

Meine Meinung

Erfahrene Entwickler könnten dieses Buch als wenig hilfreich empfinden, doch für Programmieranfänger ist es sehr nützlich. Onkel Bob betont neben den Hard Skills besonders die Bedeutung von Soft Skills (zu Hard Skills hat er in anderen Büchern ausführlicher geschrieben). Die meisten Kapitel sind zwar nicht langweilig, aber dennoch ziemlich grundlegend und nicht besonders informationsreich. Die interessantesten Abschnitte sind für mich die zum Thema Testen. Außerdem zeigen meine Erfahrungen mit Entwicklern, dass viele so fügsam sind, dass sie nicht „nein“ sagen können oder einen Kunden nicht von einer offensichtlich falschen Idee abbringen. Angesichts der geringen Länge des Buches empfehle ich es daher besonders jenen, die vor Kurzem Entwickler geworden sind oder es werden wollen.

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