Allgemeine Beschreibung
Das Buch umfasst etwa 300 Seiten. Es ist in einem künstlerisch-publizistischen Stil geschrieben; eine Hörbuchversion ist verfügbar. Schwierigkeitsgrad — leicht.
Die Hauptfiguren sind drei Frauen: Kira, Li und Tanja. Die Handlung ist nicht streng linear: Es gibt ständige Wechsel zwischen den Protagonistinnen. Manchmal sind einzelne Kapitel einer Figur gewidmet, manchmal mehreren gleichzeitig – nämlich dann, wenn sich ihre Handlungsstränge überschneiden.
Das Buch erkundet Themen wie Einsamkeit, Selbstfindung, gesellschaftliche Erschöpfung und den Versuch, aufgezwungenen Rollen zu entfliehen. Die Erzählung entfaltet sich langsam, wobei der Fokus nicht auf Ereignissen, sondern auf dem inneren Zustand der Figuren liegt.
Die Hauptfigur (oder genauer gesagt, der zentrale Fokus der Erzählung) ist eine Person im Zustand innerer Zerrissenheit und der Neubewertung ihrer Lebensprioritäten. Nebenfiguren fungieren eher als Spiegelbilder von Gedanken und Ängsten denn als vollkommen eigenständige Akteure. Die Erzählweise ist intim, stellenweise fragmentarisch, mit starkem Fokus auf inneren Monolog.
Das Buch wirft Fragen nach dem Sinn des Lebens, der persönlichen Verantwortung und der Unmöglichkeit auf, sich selbst vollständig zu entfliehen. Das Thema der Grenze spielt eine wichtige Rolle – zwischen Vergangenheit und Zukunft, Stabilität und Chaos, Sicherheit und Unbekanntem. "Das Riff" fungiert hier nicht nur als Bild, sondern auch als Metapher für Lebensentscheidungen.
Meinung
Für mich handelt dieses Buch von Sekten. Als Person mit einer wissenschaftlichen Denkweise wäre ich wahrscheinlich kaum anfällig, in eine solche Struktur hineingezogen zu werden. Wie die Erfahrung zeigt, sind intellektuell schwache, einsame und leichtgläubige Menschen am anfälligsten, die am häufigsten Opfer solcher Gemeinschaften werden.
Obwohl es sich bei dem Werk um einen Roman handelt – eine Gattung, die ich generell nicht besonders mag –, erschien mir das Buch dennoch lebensnah. Der Text enthält Beispiele und Verweise auf reale Ereignisse und Situationen. Diese Elemente sind jedoch mit fiktiven Charakteren vermischt, weshalb es manchmal schwer zu verstehen war, wo die Realität endet und die künstlerische Fiktion beginnt, und ich musste zusätzliche Informationen zu einigen historischen Ereignissen und Orten recherchieren.