Die Nacht von Lissabon

Aleksandr Shitik
Aleksandr Shitik

Ich schreibe meine eigenen Beiträge und Bücher und rezensiere Filme und Bücher. Experte für Kosmologie und Astronomie, IT, Produktivität und Planung.

Die Nacht von Lissabon
Erich Maria Remarque
Genres: Roman, Ausländische Klassiker, Zweiter Weltkrieg
Jahr der Veröffentlichung: 1961
Jahr der Lektüre: 2022
Meine Bewertung: Gut
Anzahl der Lesevorgänge: 1
Gesamtseitenzahl: 399
Zusammenfassung (Seiten): 3
Originalsprache der Veröffentlichung: Deutsch
Übersetzungen in andere Sprachen: Russisch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Chinesisch

Allgemeine Beschreibung

Text‑basiertes Buch, ohne Illustrationen. Der Text ist recht leicht zu lesen. Eine Audio‑Version ist ebenfalls verfügbar.

Kurzübersicht

Achtung: Spoiler folgen.

  1. 1942 in Lissabon beobachtet der Hauptcharakter, ein Flüchtling ohne Geld und Visa, ein Schiff, das nach Amerika fährt; für ihn ist das eine Rettungschance.
  2. Er verliert beinahe die letzte Hoffnung: er verliert Geld und kann sich kein Ticket leisten.
  3. Dann trifft er einen seltsamen Einwanderer, der sich als Josef Schwarz vorstellt, und bietet ihm zwei Tickets an – unter der Bedingung, dass der Protagonist die ganze Nacht seiner Geschichte zuhört.
  4. Die Nacht der Erzählungen beginnt: Schwarz erzählt von seinem früheren Leben, vor dem Aufstieg des Nationalsozialismus, von der normalen Alltagssituation und den Emotionen vor dem Krieg.
  5. Dann – als die Nazis an die Macht kamen – war Schwarz gezwungen, Deutschland zu verlassen; er verlor Heim, Staatsbürgerschaft und sein früheres Leben.
  6. Er bewegt sich durch Europa, versteckt sich und verwendet gefälschte Dokumente – das Leben eines Emigranten, voller Angst, Flucht und Unsicherheit.
  7. Zu einem bestimmten Zeitpunkt kehrt Schwarz freiwillig oder gezwungen nach Deutschland zurück, um seine Frau Elena zu finden. Ein riskanter Schritt, fast ein Selbstopfer.
  8. Er schafft es, Elena zu treffen, doch die Gefahr bleibt bestehen: Sie werden von einem Nazi-Kind, Georg Jürgen, verfolgt, der Schwarz an die Behörden übergibt.
  9. Schwarz und Elena sind gezwungen, erneut zu fliehen – nun gemeinsam – durch Frankreich, Spanien, mit gefälschten Pässen.
  10. Auf ihrem Weg durchqueren sie Internierungslager, erschreckende Bedingungen, Angst, Hunger und Demütigung; sie sind ständig Gefahr, gefasst zu werden.
  11. Zwischen Fluchtversuchen, Verhaftungen und Wiederentscheiden erhalten sie Schriftverkehr mit Elena, seltene Briefe, Hoffnung auf ein Wiedersehen und Schmerz der Trennung.
  12. Nach vielen Prüfungen erreichen sie einen Freundeskreis von Emigranten, erhalten gefälschte Dokumente, Visa nach den USA; eine Chance auf Rettung entsteht.
  13. Aber Georg findet sie erneut; Verfolgung, Flucht, Kampf – der finale Konflikt. Schwarz tötet Georg, nimmt seinen Pass und die Dokumente.
  14. Mit Georgs Pass überqueren sie die spanische Grenze, erreichen Lissabon.
  15. In Lissabon kauft Schwarz Tickets für ein Passagierschiff nach Amerika; sie haben endlich die Chance, sich zu evakuieren.
  16. Doch Elenas Zustand verschlechtert sich: sie leidet an einer schweren Krankheit (Krebs). Das macht die Flucht noch tragischer.
  17. In der Nacht vor der Abreise begeht Elena Selbstmord, unter dem Druck der Krankheit und Verzweiflung. Schwäbisch, Schwarz entscheidet sich, die Resistenz nicht aufzugeben: er übergibt seine Dokumente und Tickets dem Erzähler, damit dieser nach Amerika fahren kann.
  18. Der Erzähler (der Fluchthauptcharakter) fährt mit seiner Frau nach Amerika; Schwarz bleibt zurück, mit der Absicht, der Auslandlegion beizutreten und gegen den Nationalsozialismus zu kämpfen. Sein Bericht ist ein Versuch, die Erinnerung an Elena und das, was viele Flüchtlinge erlebt haben, zu bewahren.

Meinung

Da es sich um einen Roman handelt und ich gewöhnlich keine Romane lese, hätte ich dieses Buch nicht alleine erreicht. Wir haben es im Anschluss an einen Lesekreis im Job besprochen, daher musste ich es lesen. Insgesamt ist das Buch gut, mit Momenten, die bis heute aktuell bleiben.

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