Allgemeine Beschreibung
Ein Buch mit etwas mehr als 350 Seiten, bestehend aus 7 Kapiteln. Es besteht hauptsächlich aus trockenem Text, obwohl gelegentlich eine seltene Abbildung vorkommen kann. Code, Diagramme und Schemata sind im Buch nicht enthalten. Das Buch lässt sich ziemlich leicht und schnell lesen.
Kurze Übersicht
Im einleitenden Kapitel stellt sich der Autor die Frage nach der Nutzung von Daten zum Nutzen der Menschen und nicht nur von Unternehmen, da Daten heute nicht nur ein Nebenerzeugnis, sondern eine wertvolle Ressource sind.
Als nächstes beleuchtet der Autor den Begriff der Informationverarbeitung, beschreibt, was Signal und Rauschen sind. Er klassifiziert Daten in verschiedene Gruppen und Typen — zum Beispiel können Daten einerseits als Beschreibung, Prognose oder Anweisung, andererseits als Klicks, Kontakte und Inhalt klassifiziert werden.
Danach wird der Konflikt zwischen Privatsphäre und Ehrlichkeit in der digitalen Welt untersucht. Wir leben in einer Realität, in der Transparenz nützlich, aber auch beängstigend sein kann. Es werden Beispiele für die Identifizierung von Personen nach Schriftarten, Klickfrequenz, Tippfehlern und Ähnlichem gegeben. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass soziale Daten die wertvollste Rohstoffgrundlage des 21. Jahrhunderts sind, das neue Öl.
Als nächstes werden die Fragen der digitalen Identität und des Rufes in sozialen Netzwerken behandelt. Unser Online-Profil ist zu einem integralen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens geworden. Der beschreibt, dass zur Voraussage der Interessen einer Person wichtiger ist zu wissen, wer seine Bekannten sind, nicht wer er selbst ist.
Analysiert wird, wieSensorisierungstechnologien (Sensoren, Wearables, Smartphones) die Wahrnehmung der Umgebung verändern. Es werden recht interessante Beispiele für die Funktionsweise von GPS, die Nutzung von Foto-Metadaten und andere Überwachungsmethoden gegeben.
Der Autor führt zwei Rechte ein, die zur Erhöhung der Transparenz bei der Datenverarbeitung beitragen, und vier Rechte, die die Wahlfreiheit für Nutzer erweitern.
Anstelle von Kontrolle von oben vorschlägt der Autor den Menschen Informationswahlmöglichkeiten zu geben. Nutzer sollten eine Möglichkeit haben, den potenziellen Nutzen von Informationserstellern zu bewerten, bevor sie ihnen ihre Daten zur Verfügung stellen.
Meinung
Das Buch liest sich auf einen Zug. Allerdings habe ich für mich sehr wenig neue und nützliche Information daraus geschöpft, daher auch mein Referat von nur wenigen Seiten. Sicher hat es interessante Beispiele und Fakten, aber wegen des lauten, aussagekräftigen Titels waren die Erwartungen etwas höher. Keine spezifischen Technologien werden hier behandelt, und wenn schon über Überwachung und Datenerfassung gesprochen wird, dann wäre Mitz Bucha> interessanter.