Sauberes Agile: Zurück zu den Grundlagen

Aleksandr Shitik
Aleksandr Shitik

Ich schreibe meine eigenen Beiträge und Bücher und rezensiere Filme und Bücher. Experte für Kosmologie und Astronomie, IT, Produktivität und Planung.

Sauberes Agile: Zurück zu den Grundlagen
Robert C. Martin
Genres: Informationstechnologie (IT), IT-Management, Teamansatz, Arbeitsprozessorganisation
Jahr der Veröffentlichung: 2020
Jahr der Lektüre: 2022
Meine Bewertung: Normal
Anzahl der Lesevorgänge: 1
Gesamtseitenzahl: 272
Zusammenfassung (Seiten): 9
Originalsprache der Veröffentlichung: Englisch
Übersetzungen in andere Sprachen: Russisch, Spanisch, Portugiesisch, Chinesisch, Französisch

Allgemeine Beschreibung

Dieses Buch zur Agile‑Entwicklung besteht aus acht Kapiteln. Am Ende jedes Kapitels finden Sie einen kurzen Fazitabschnitt. Neben dem Text erscheint ab und an Grafikmaterial. Das Buch ist leicht und schnell zu lesen.

Kurzbeschreibung

Kapitel 1. Einführung in Agile

Der Autor erklärt die Herkunft von Agile als Reaktion auf die Probleme schwerer Cascade‑Methoden. Er beschreibt das Treffen bei Snowboard, bei dem das Agile Manifesto und die zentralen Werte der Flexibilität entstanden sind. Agile wird nicht als Praxismenge, sondern als Philosophie dargestellt, die Menschen und Anpassungsfähigkeit in den Mittelpunkt stellt.

Kapitel 2. Warum Agile?

Martin zeigt, dass Agile nicht nur ein Prozess, sondern ein professioneller Ansatz für die Arbeit von Entwicklern ist. Er betont die Notwendigkeit ehrlicher und vernünftiger Erwartungen zwischen Business und Team. Er führt zudem die „Bill of Rights“ für Entwickler und Auftraggeber ein, die gegenseitige Verantwortung festhält.

Kapitel 3. Methoden der Kundeninteraktion

Der Autor erläutert, dass Agile auf enger, stetiger Kommunikation mit dem Kunden basiert. Die Planung erfolgt iterativ unter Berücksichtigung ständig wechselnder Anforderungen. Kurze und häufige Releases ermöglichen schnelle Rückmeldungen und Risikoreduktion.

Kapitel 4. Methoden der Teaminteraktion

Im Kapitel wird die Bedeutung eines nachhaltigen Tempos betont: Das Team muss ohne Überstunden arbeiten. Die kollektive Codeverantwortung erhöht die Flexibilität und verringert die Abhängigkeit von einzelnen Spezialisten. Kontinuierliche Integration verhindert technische Schulden und Störungen der Codebasis.

Kapitel 5. Technische Methoden

Martin behauptet, dass ohne technische Disziplin Agile unmöglich sei. Testgetriebene Entwicklung (TDD) hilft, qualitativ hochwertigen Code zu erzeugen und die Kosten von Änderungen zu senken. Ein simples Design vermeidet übermäßige Komplexität und steigert die Geschwindigkeit der Arbeit. Pair‑Programming fördert Lernen, verbessert die Codequalität und erhöht die kollektive Verantwortung.

Kapitel 6. Einführung von Agile

Dieses Kapitel zeigt, dass die Einführung von Agile kulturelle, wertbasierte und verhaltensorientierte Änderungen verlangt. Martin prüft verschiedene Methodiken und betont, dass Agilere Werkzeuge bewusst und nicht formal verwendet werden sollten. Mentoring und Coaching spielen eine wichtige Rolle, dürfen aber nicht dogmatisch werden.

Kapitel 7. Meisterschaft auf höchstem Niveau

Der Autor erklärt die Enttäuschung, die häufig nach falscher Implementierung von Agile auftritt, und verdeutlicht, warum Erwartungen von der Realität abweichen. Höhere Meisterschaft in der Entwicklung hängt mit beruflicher Verantwortung, Fähigkeiten und Werten zusammen, nicht mit konkreten Methoden. Martin betont, dass der Fokus auf den Prinzipien von Agile liegen soll, nicht auf Ritualen.

Kapitel 8. Fazit

Zum Ende des Buches erinnert Martin daran, dass Agile in erster Linie Kultur und Werte ist, nicht Prozeduren. Die Kraft von Agile liegt im kontinuierlichen Verbesserungsprozess, im Feedback und im Respekt gegenüber Menschen.

Meinung

Ein weiteres Buch zu Entwicklungsansätzen. Vieles, was im Buch beschrieben ist, kannte ich bereits zu Beginn der Lektüre, doch lernte ich dennoch etwas Neues und Interessantes. Ein Teil des Materials diente als Grundlage für meine Präsentation am Arbeitsplatz über agile Entwicklungs‑Methoden.

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