Allgemeine Informationen
Ein literarischer Roman von Andrei Platonow, verfasst im Genre der philosophischen und sozialen Prosa. Das Buch zielt nicht auf Unterhaltung ab, sondern auf das Nachdenken über den Menschen, Ideen und den Sinn der Existenz. Das Buch enthält keine Bilder. Lässt sich schnell lesen. Es gibt eine Audio-Version.
Kurzbeschreibung
Andrei Platonows Roman "Tschewengur" ist ein Werk, in dem der Autor utopische Ideen, revolutionäres Denken und die Tragödie ihres Zusammenpralls mit der Realität erforscht. Die Handlung entfaltet sich um die Stadt Tschewengur – einen symbolischen Raum, in dem die Figuren versuchen, einen absoluten Kommunismus aufzubauen, der frei von Arbeit, Eigentum und "überflüssigen" Menschen ist. Platonow zeigt, wie gute Absichten und der Glaube an eine Idee zu Degradation, Gewalt und geistiger Leere führen. Die Sprache des Romans ist absichtlich schwerfällig und ungewöhnlich, voller verzerrter Logik, Bürokratismen und philosophischer Paradoxien, was das Gefühl der Absurdität des Geschehens verstärkt. "Tschewengur" ist kein politisches Manifest, sondern ein tiefgründiges Nachdenken über das menschliche Schicksal, Einsamkeit, Tod und die Suche nach Sinn in einer Welt, in der Ideologie das lebendige menschliche Leben ersetzt.
Meinung
Ein Roman, der eine Zeitspanne beschreibt, die ungefähr vom Ende der 1910er bis zum Anfang der 1920er Jahre reicht. Zuerst wird die Kindheit des Protagonisten im nachrevolutionären Russland beschrieben, mit einem Fokus auf Armut, hohe Sterblichkeit, auch durch Hunger, und andere Probleme jener Zeit. Der zweite Teil erzählt von der politischen Etablierung des Kommunismus durch die Augen und Gedanken der Hauptfiguren. Tschewengur ist der Name des Ortes, an dem die Haupthandlung stattfindet. Und obwohl ich normalerweise keine Romane lese, ist es dem Autor in diesem Buch gelungen, eine gute Immersion in die Atmosphäre der Epoche zu schaffen, wodurch es sich recht leicht liest.